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7+1 Ideen, um Auftragsflauten produktiv zu nutzen

7+1 Ideen, um Auftragsflauten produktiv zu nutzen

Schreibtrisch mit Tastatur und Block

Wie können freie Journalist*innen auftragsschwache Zeiten sinnvoll nutzen? Für diese Projekte ist jetzt die richtige Zeit.

Von Anja Reiter

1. Das Online-Portfolio aktualisieren

In guten Zeiten vernachlässigen viele freie Journalist*innen ihre persönlichen Websites. Nun können wir unser digitales Schaufenster hingegen entstauben, verschönern, verbessern oder sogar neu erfinden. Sind die aktuellsten Features und Reportagen online? Passt das Design noch zur eigenen Marke? Muss der Lebenslauf aktualisiert werden? Zeit für Frühjahrsputz, Suchmaschinenoptimierung und digitale Neuerfindung. Am besten mit eine*r freiberuflichen Webdesigner*in an der Hand, die sich selbst gerade über Aufträge freut.

2. Einen eigenen Blog anlegen

Freie Journalist*innen haben oft mehr zu berichten, als in ihren Reportagen, Magazin-Storys und Radiobeiträgen Platz findet. Warum also nicht einen eigenen Blog aufsetzen und selbst Chefredakteur*in sein? Oder eine Koralle bei RiffReporter, um dort über Rechercheergebnisse zu schreiben, die andernorts keinen Platz gefunden haben? Mit ein bisschen Glück und Geschäftsgeschick sind so sogar schon Geschäftsmodelle entstanden.

3. Neue Tools ausprobieren

Never change a running system. Aber wenn der Workflow ohnehin stillsteht, kann man die Zeit nutzen und die neue Steuer-Software installieren oder ein neues Projektmanagement-Tool ausprobieren. Nun ist endlich Zeit, sich mit scheinbar komplizierten Features vertraut zu machen und Fehlerquellen frühzeitig auszuschließen. Später, wenn die Auftragsflaute vorbei ist, wird sich das Reinfuchsen bezahlt machen.

4. Größere Recherchen planen & für Recherchestipendien bewerben

Meist ist die To-do-Liste viel zu lang, um sich über aufwendige Herzensprojekte Gedanken zu machen, die über das Tagesgeschäft hinausgehen. Wenn die Aufträge ausbleiben, kann man den Blick hingegen schweifen lassen: Für welches Recherchethema brennt dein Herz wirklich? Gibt es ein Recherchestipendium, etwa vom netzwerk recherche, für dieses Gebiet? Auftragsschwache Zeiten eignen sich wunderbar, um abseitige Themen zu sammeln und Bewerbungstexte und Spesenkalkulationen für Recherchestipendien zu verfassen.

5. Buchthema überlegen

Du wolltest schon immer ein Buch schreiben, bislang fehlte aber die Zeit für die Themensuche? Nutze auftragsschwache Zeiten dafür! Sammle Ideen, formuliere erste Gedanken für ein Exposé, informiere dich über Verlage und Agenten. Tausche dich mit anderen freien Journalist*innen aus und überlege: Passt das Thema zum Zeitgeist? Bei welchem Verlag wäre dein Vorschlag gut aufgehoben? Im besten Fall gehst du aus der Krise gestärkt hervor – mit einem Buchvertrag in der Hand.

6. Soziale Netzwerke pflegen

Gerade in der Krise kann dir dein soziales Netzwerk behilflich sein: Deine Auftragsflaute ist womöglich die „High Season“ einer Kollegin oder eines Kollegen. Bleibe deshalb in Kontakt mit deinem sozialen Netzwerk, tausche dich über Jobs, Aufträge und Themen aus. Andere freie Journalist*innen haben vielleicht gerade Projekte abzugeben – und freuen sich, wenn du für sie einspringst. Beim nächsten Mal ist es dann umgekehrt.

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7. Weiterbildungen besuchen

Du wolltest immer schon lernen, wie man Radiobeiträge schneidet oder wie man Texte für Suchmaschinen optimiert? Du wolltest dein Portugiesisch für die nächste Recherchereise auffrischen oder einen Buchhaltungs-Crashkurs besuchen? Jetzt ist die richtige Zeit dafür. Neben Präsenzseminaren bieten die Freischreiber und andere Organisationen mittlerweile auch eine ganze Reihe an Webinaren und Onlinekursen an.

+1 Urlaub machen

Hand auf’s Herz: Wie lange ist dein letzter Urlaub her? Im Trubel des Joballtags vergessen viele freie Journalist*innen, sich auch mal freie Zeit zum Ausspannen einzuplanen. Vielleicht gönnst du dir jetzt auch erst mal ein paar freie Tage auf Balkonien? Danach hast du wieder mehr Energie – und kannst diese Liste noch mal von vorn durchgehen.

Wie nutzt ihr Zeiten der Flaute? Ist dabei schon einmal etwas richtig Gutes entstanden? Schreibt uns eure Ideen an freienbibel@freischreiber.de

Bild: shutterstock.com | peterschreiber.media

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